Erste wird abgekocht / Zweite frittiert seinen Gegner
Die Barskamper Herrenteams waren dieser Tage im Einsatz und bei Abpfiff mit ergebnistechnisch etwas gemischten Gefühlen unterwegs. So stillte die eiserne Reserve bereits unter der Woche beim Kantersieg im heimischen Rund ihren Torhunger und machte am Ende das besser, was bei der Ersten trotz ansprechender Leistung heute ein wenig das Zünglein an der Waage war: die Ausnutzung von Torchancen.
Für die Mannen des Gespannes Steckelberg/Kontowski ging die Reise so ins entfernte Woltersdorf. Tabellennachbar mit ähnlichem Torverhältnis, es schien also halbwegs Waffengleichheit. Entsprechend munter und beidseitig agil begann dann auch die Partie, in welcher der Gastgeber früh in Führung gehen konnte. Barskamp zeigte sich jedoch stabil und kam trotz ein paar Wacklern immer besser ins Geschehen. Und spätestens nach dem Seitenwechsel hatte man seinen Kontrahenten spielerisch dort, wo man ihn haben wollte. Der Ausgleich war entsprechend verdient und auch die Folgezeit trotz wieder hochfahrender Gastgeber sehr ansprechend aus Barskamper Sicht. Es gab nur ein Manko: die Führung wollte nicht fallen. Und so kam das, was viele Phrasenschweine immer wieder befüllte in der Vergangenheit: machste vorne das oder die Tore nicht, haste hinten mitunter ein Thema. Und genau dieses machte Woltersdorf kurz vor dem Ende eben zu seinem Thema und gewann – wenn auch etwas glücklich bzw. aus dem anderen Blickwinkel gesehen einfach effizienter.
Tore
1:0 Trittel (14.)
1:1 Drasdo (59.)
2:1 Rudnick (89.)
3:1 Rudnick (90.+5)
TuS: Rohde, Steinmetz, Anderßon, Schulz, Lau, Pahnke, Primus, Ju.Steckelberg, Drasdo, Henze, Jo.Steckelberg, Reinhold, Diminoi.
TuS Barskamp II – MTV Handorf II 8:1 (2:1)
Die Zweite empfing bereits am Donnerstag den MTV Handorf II und schien Bock auf das Flutlichtspiel zu haben. Anders kann man den Kantersieg mit Achterpack tatsächlich nicht erklären. Chancen waren über die gesamte Spielzeit reichlich vorhanden, der Torknoten löste sich jedoch eher im letzten Drittel der Partie. Neben Mattner und Kontowski waren die doppelten Dohmann, Michaelis sowie Rehfeld für den TuS erfolgreich. Das macht doch Lust auf mehr, vielleicht ja gleich morgen im Spiel beim SV Elbufer?! Wäre auf jeden Fall eine gute Möglichkeit…
Fazit: griffig, einsatzfreudig und positiv laut. Ein starkes Zeichen der Ersten nach dem eingefangenen Stachel der Vorwoche. Nun noch etwas an der Effizienz feilen, dann gibt’s auch wieder das gewünschte Erfolgserlebnis, welches punktetechnisch nicht unwichtig ist im engen Mittelfeld der Liga. Vielen Dank an die Unparteiischen für die Leitung und vielen Dank auch nach Woltersdorf für den spannenden, fairen sowie fachkundig bewerteten Nachmittag.